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Köln und Bonn müssen Fahrverbote erlassen
08.11.2018 16:06 Uhr
Gericht ordnet Diesel-Fahrverbote in Köln und Bonn an

Köln, 08.11.18: Wegen zu hoher Luftverschmutzung müssen die Städte Köln und Bonn Fahrverbote für ältere Dieselautos erlassen. Dies entschied das Kölner Verwaltungsgericht nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe. Ab April 2019 sollen zunächst Diesel-Fahrzeuge der Abgasklasse Euro-4 oder schlechter nicht mehr in die Innenstadt und andere Stadtteile fahren dürfen. Ab September 2019 soll die Einschränkung in der Domstadt dann auch für Euro-5-Diesel gelten. In Bonn soll das Verbot nur für zwei Straßenabschnitte gelten. Köln hatte den EU-Grenzwert für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid deutlich überschritten - statt der erlaubten 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittelwert waren es 2017 bis zu 62 Mikrogramm. In Bonn lag der Wert bei bis zu 47 Mikrogramm. Das Urteil ist ein weiterer Erfolg für die Deutschen Umwelthilfe, die auf Einhaltung der seit 2010 geltenden EU-Grenzwerte pocht und hierfür Fahrverbote für das einzige wirksame Mittel hält. Mehrere Gerichte folgten dem Anliegen der Umweltschützer und ordneten in Städten wie Hamburg, Berlin oder Frankfurt Fahrverbote an.

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