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Zwei Monate nach Fehlstart einer Sojus-Rakete
04.12.2018 07:48 Uhr
«Willkommen im All» - Raumfahrer zur ISS geflogen

Baikonur, 04.12.18: Rund zwei Monate nach dem dramatischen Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete ist erstmals wieder eine Crew zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Die Rakete mit der US-Astronautin Anne McClain, dem Russen Oleg Kononenko und dem Kanadier David Saint-Jacques startete am Montag planmäßig vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur. Nach der Trennung von der dritten Antriebsstufe nahm das Raumschiff Kurs auf den Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde. Dort kamen die Raumfahrer rund sechs Stunden später an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Die drei Raumfahrer sollen rund sechs Monate im All bleiben und zunächst die Crew um den deutschen Kommandanten Alexander Gerst verstärken. Zuvor hatte die Nasa gemeldet, dass die Sonde «Osiris Rex» nach rund zwei Jahren und mehr als 650 Millionen zurückgelegten Kilometern den Asteroiden Bennu erreicht hat. «Osiris Rex» soll nun etwa ein Jahr damit verbringen, Bennu zu untersuchen und eine geeignete Stelle für die Entnahme einer Probe zu finden. Von der rund eine Milliarde Dollar teuren Mission erhofft man sich Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. Der tiefschwarze Bennu mit einem Durchmesser von 500 Metern könnte der Erde in mehr als 150 Jahren recht nahe kommen. Auch wenn das Einschlagrisiko sehr gering ist, zählt die Nasa Bennu zu den gefährlichsten derzeit bekannten Asteroiden.

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