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Zwischen Sport, Weltrekord und Fiktion
24.12.2018 11:48 Uhr
Deutschlands skurrilste Wettkämpfe 2018

Berlin, 26.12.18: Anfang des Jahres startet in Ostfriesland die Wettkampfsaison im Boßeln. Bei Schnee und Eis gehts raus auf die Straße. Es gilt eine Kugel mit möglichst wenigen Zügen eine mehrere Kilometer lange Strecke entlang zu werfen. O-Ton Yannik Janssen, Boßel-Spieler «Ich boßel seit ich drei bin. Ich bin jetzt 19, also seit 16 Jahren schon.» Etwas schmutziger geht es bei den Ostfriesischen Wattspielen zur Sache. Die Teilnehmer werfen sich mitunter richtig in Schlae beim Wattfußball oder dem Höhepunkt, das Schlickschlittenrennen. Das Spektakel ist ein echter Zuschauermagnet und das zahlt sich aus, denn hinter dem dreckigen Sport steckt eine saubere Sache: Der Erlös aus den Zuschauereinnahmen wird für die Krebshilfe gespendet. Mit Dudelsackkapelle wird im August in Horgenzell einmarschiert. Gladiatoren im Schottenrock, die sich bei den «Highländgames» u.a. beim Steinstoßen, Whiskeyfass-Rollen und Baumstämme werfen messen. Der Rockträger mit den größten Muckis bekommt am Ende einen schicken Baumstammpokal. O-TON Gerd Kruspe, Trainer FC Hamburger Berg «So, jetzt ist es soweit. Auf meinen Pfiff wird gestartet. Auf gehts!» Zu Gast beim FC Hamburger Berg. Der Fußballclub hatte im Sommer großes vor. 4000 Kilometer Ball dribbeln, 24 Stunden am Tag, durch 7500 Straßen in Hamburg. Ein Weltrekordversuch für einen guten Zweck Der Verein wollte Geld sammeln für Waisenkinder. 21 Spieler dribbelten dafür was das Zeug hielt, mit der ein oder anderen kurzen Unterbrechung. Und apropo Weltrekord. Da gabs ja noch Dirk Auer. Der Extremsportler wollte sich im August einen neuen Weltrekord-Titel mit einem aufgemotzten Kinderspielzeug holen. Mit Turbinen am Gefährt und an seinen Armen wollte er der schnellste Bobby-Car-Fahrer werden. Doch der Versuch droht zu scheitern, als das aufgemotzte Triebwerk Flammen fängt. O-TON Dirk Auer, Weltrekordhalter im Bobby-Car-Fahren «Ich hab komplett gebrannt. Also das ganze Bobbycar hat gebrannt. Mit dem Feuerlöscher ham se mir dann alles gelöscht. Ich hab gedacht das fackelt mir weg! Ja und dann bin ich nochmal gefahren und dann sind es sogar 119,8 jetzt geworden. Also ähm, ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich hätte nicht damit gerechnet.» Happy End für Dirk Auer. Nur ein Protagonist, der skurrilsten Wettkämpfe und Rekordversuche des Jahres.