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Lokale Dorfbewohner sind Wildhüter
20.11.2018 12:33 Uhr
Schildkröten am Amazonas werden wieder mehr

Manaus, 20.11.18: An den Ufern des Juruá-Flusses im brasilianischen Amazonasgebiet tummeln sich jetzt wieder mehr Arrauschildkröten. Die Population sei auf dem besten Wege, sich sogar wieder komplett zu erholen, so Forscher der britischen University of East Anglia. Demnach schlüpfen jährlich 70 000 mehr kleine Schildkröten als noch in den 70er Jahren. Die Arrauschildkröte ware wegen ihres Fleisches und ihrer Eier erbarmungslos gejagt worden, von Wilderern und natürlichen Fressfeinde. Dann wurden Flussufer unter Schutz gestellt und die örtlichen Dorfbewohner als Wildhüter mit einbezogen . Das war der Schlüssel zum Erfolg, so die Wissenschaftler. Die Arrauschildkröte wird, wenn sie es denn schafft, bis zu 90 Zentimeter lang und gilt als Gigant unter den Süßwasserschildkröten. So zeigt «die Studie .., wie effektiv es ist, die Menschen vor Ort in die Lage zu versetzen, die Gebiete zu schützen», beschreibt einer der Forscher. Sich auf eine handvoll Regierungsbeamte zu verlassen, funktioniere meist nicht. Allerdings weist die Studie auch auf die Unzufriedenheit der Wildhüter hin. Denn sie würden für ihre gefährliche Arbeit zu wenig finanzielle Unterstützung bekommen, so die Forscher.

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