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Veröffentlichte Terminpläne werfen Fragen auf
11.02.2019 12:34 Uhr
Trump kontert Fleißvorwürfe: «Arbeite mehr als alle anderen»

Washington, 11.02.19 Ein Politiker, der ein ganzes Land führt, hat keine Freizeit. So jedenfalls stellen sich viele das Leben eines Präsidenten vor. Ob das aber auch bei Donald Trump so ist, steht momentan infrage. Die Nachrichtenseite Axios hatte kürzlich interne Terminpläne Trumps aus den vergangenen drei Monaten veröffentlicht, die ihr von einer Quelle im Weißen Haus zugespielt worden waren. Rund 60 Prozent der dort erfassten Zeit ist nach Axios-Angaben unstrukturierte «Executive Time», also Zeit zur freien Verfügung. Axios berichtete außerdem, Trumps erster Termin sei an den meisten Tagen erst um 11.00 oder 11.30 Uhr. Die Terminpläne sorgten besonders bei Trump-kritischen Medien für Spott. Der Sender CNN warf mit Blick auf die Frisur und den Teint des Präsidenten etwa die Frage auf, ob Trump in den Stunden vor dem ersten Termin sein Haar frisiere oder Bräunungscreme auftrage. Wenn Trump nicht auf Reisen sei, wirkten die Terminpläne «weniger voll als die eines Erstklässlers». Doch Donald Trump wäre nicht Donald Trump, wenn er sich nicht dagegen wehren würde. «Ich arbeite wahrscheinlich mehr Stunden als fast alle früheren Präsidenten», postet er auf Twitter. Die Medien hätten positiv und nicht negativ über die Terminpläne berichten sollen, meint er. In der «Executive Time» - was sich sinngemäß mit «Chefzeit» oder «Führungszeit» übersetzen lässt - arbeite er in der Regel und ruhe sich nicht aus. «Tatsache ist, als ich als Präsident übernommen habe, war unser Land ein Chaos.» Er habe daher gar keine andere Möglichkeit gehabt, als sehr viel zu arbeiten.

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