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Poggenburg beklagt «Linksruck» der AfD
11.01.2019 15:08 Uhr
AfD-Europawahlversammlung: Gesprächsstoff Poggenburg

Berlin/Riesa, 11.01.19: Für Gesprächsstoff auf der Europawahlversammlung, die bis Montag dauert, sorgte der Parteiaustritt des Rechtsaußen André Poggenburg. Der frühere Partei- und Fraktionschef in Sachsen-Anhalt hat inzwischen eine neue Gruppierung namens Aufbruch deutscher Patrioten (AdP) gegründet. Bei der AfD kennen sie das schon. Ein vormals einflussreiches Mitglied verlässt die Partei und gründet eine eigene Gruppierung. Das war im Sommer 2015 bei Parteigründer Bernd Lucke so und bei der Vorsitzenden Frauke Petry, die im September 2017 ging, um ihre Blaue Partei zu gründen. Poggenburgs Beweggrund ist besonders: Er beklagt einen «Linksruck» der AfD. Lucke und Petry hatten ihre Entscheidung jeweils mit einem «Rechtsruck» der Partei begründet, den sie nicht hatten mittragen wollen. Poggenburg hält die Angst der Parteispitze vor der Beobachtung durch den Inlandsgeheimdienst für «Hysterie». Damit steht er nicht alleine. Im rechtsnationalen Spektrum der Partei klagen viele AfD-ler über einen sich verengenden Meinungskorridor. Es muss sich zeigen, ob es Poggenburgs rechter Abspaltung gelingt, Mandatsträger zu gewinnen. Eine weitere Konkurrenz könnte der AfD womöglich entscheidende Stimmen abziehen.

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