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«Shutdown» bleibt bestehen
09.01.2019 09:47 Uhr
Trump nennt illegale Einwanderung «humanitäre Krise»

Washington, 09.01.19: US-Präsident Trump hat die Lage an der Grenze zu Mexiko als Krise bezeichnet und erneut Geld für den Bau einer Grenzmauer verlangt. In einer Rede an die Nation forderte Trump die Demokraten dazu auf, ihre Blockade im Kongress gegen die Finanzierung der Mauer zu beenden. Der Streit um die Grenzmauer ist der Grund für den «Shutdown», der seit 18 Tagen Teile der Regierung lahmlegt. Trump gab sich als Retter der Nation, als Mann, der die Sicherheit des Landes gewährleistet und Mitleid mit Immigranten hat. Er sprach von einer humanitären Krise an der Grenze, von Frauen und Kindern, die Opfer skrupelloser Menschenschmuggler würden und von Drogen, die über ungesicherte Grenzen kämen. Trump schilderte Bluttaten, zahllose Amerikaner, die von illegalen Einwanderern vergewaltigt, getötet und geköpft würden. Den Demokraten warf er vor, kein Interesse an Grenzsicherung zu haben und ihm die Gelder für einen Stahlzaun zu verweigern. «Der Shutdown könnte in einer dreiviertel Stunde gelöst sein, wenn die Demokraten nicht so bockig wären», meinte Trump. Bis jetzt ist ein Ende des Streits nicht in Sicht. Doch mit jedem Tag wächst der Druck auf Trump und den Kongress, eine Einigung zu finden. Denn nicht nur Teile der Regierung stehen still, auch für viele Mitarbeiter hat der Mauerstreit Konsequenzen. Sie werden entweder zwangsbeurlaubt oder bekommen kein Gehalt.

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