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Neue Handschrift, neue Akzente
04.12.2018 22:12 Uhr
Unionsfraktionschef Brinkhaus: «Ich habe keinen Favoriten»

Berlin, 04.12.18: Ein Amt, drei Kandidaten, drei Konzepte, acht Regionalkonferenzen. Das Schaulaufen in der CDU ist vorbei. Auf dem Parteitag in Hamburg werden 1001s Delegierte über die Nachfolge von Parteichefin Angela Merkel bestimmen. Ralph Brinkhaus ist schon ein Neuer. An der Fraktionsspitze, seit 2 Monaten. Auch er hat eine Stimme. Sein klarer Favorit: Das Votum der Deligierten. O-TON Ralph Brinkhaus, Unionsfraktionschef «Ich habe keinen Favoriten, es wird ein knappen Rennen, und das ist auch gut so, die Partei feiert das momentan, diskutiert viel, ist sehr sehr gespannt, also das ist eine ganz tolle Sache, und es ist auch eine tolle Sache, dass es bis zum Ende offen bleibt.» Am Ende geht es um Konzepte, den Willen zu ändern und um Sympathie. O-TON Ralph Brinkhaus, Unionsfraktionschef «Jeder Partzeivorsitzender oder jede Parteivorsitzende wird natürlich neue Akzente setzen, da gibt es eine neue Handschrift, da geht es um die Modernisierung der Partei, alles was wir gemacht haben war gut in der Vergangenheit, aber wir haben jetzt eine neue Phase vor uns, es wird partizipativer werden, die Mitglieder werden mehr eingebunden werden, das ist richtig gut. Wir werden mehr Funktionen haben auch für Frauen schaffen müssen, wir sind komplett unterrepräsentiert als Frauen in der Union. Wir haben noch einen Bedarf an jungen Menschen, die in die Union hineinkommen, wir brauchen mehr Menschen mit Migrationshintergrund. Insofern warten da große Aufgaben.» Auch auf Angela Merkel warte noch eine große Aufgabe, nämlich bis zum Ende der Legislatur Kanzlerin zu bleiben. O-TON Ralph Brinkhaus, Unionsfraktionschef «Es ist der Plan, dass es bis zum Ende der Legislatur geht, das muss auch der Plan sein, wir sind bis 2021 gewählt, mit Angela Merkel 2017 als Spitzenkandidatin, insofern muss es unsere Aufgabe sein diese Legislatur zu einem guten Ende zu bringen.» Was auch immer passiert, sicher ist: Parteivorsitz und Kanzlerschaft gehören vorerst nicht mehr zusammen.

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